Montag, 27. Juni 2016

DIY: Shibori für Ungeduldige

Zuerst entdeckte ich das Buch „Shibori“ von Christiane Hübner. Bei dem wohlklingenden Wort handelt es sich um eine alte Stofffärbetechnik aus Japan. Mich begeisterte vor allem das Blau, genauer das Indigo, das ein weißes Stück Stoff in Kunst verwandelt. Und wer mich kennt, weiß: wo Blau ist, bin ich dabei. Also bestellte ich mir das Buch und staunte über die vielfältigen Möglichkeiten. Gleichzeitig schreckte mich die relativ aufwändige Färbeprozedur ab und ich suchte im Netz nach einer vereinfachten Form – und wurde bei Yellow Owl Workshop fündig.

Im Angebot: ein Set, bestehend aus flüssiger Farbe, einer kleinen Anleitung (auf Englisch), Gummihandschuhen und einem Stück Stoff. Dieses Set ließ ich mir zum Geburtstag schenken. Für den ersten Versuch besorgte ich Geschirrtücher und Stofftaschen.

Das Arbeiten mit der flüssigen Farbe war eher ein Experimentieren, in dem ich erst ausprobieren musste, wie sich die Farbe zum Beispiel auf trockenen oder nassen Stoff verhält. Das Gesicht auf der Stofftasche verlief mit der Zeit viel mehr als ich eigentlich im Sinn hatte. Aus der Iris wurde eine Sonnenbrille. Der Stoff war zu nass. Hinterher hatte ich statt einer feinen Dame einen John Lennon, haha.

Die Farbe musste anschließend mit dem Bügeleisen fixiert werden. Dann sei der Stoff kalt in der Maschine waschbar. Das hat sich Gott sei Dank bewahrheitet. Ich fürchtete schon um meine schönen Ergebnisse.

Das Färbeexperiment ist geglückt, der Spaß war groß! Das Spannende sind die immer wieder unterschiedlichen Ergebnisse, je nachdem wie man den Stoff faltet, dreht, und mit wiviel Wasser man arbeitet. Kein Stück gleicht dem anderen. Und man lernt stets dazu.

Die nächsten Projekte sind schon in meinem Kopf: Kissenbezüge färben, vielleicht Halstücher, Servietten und Bettwäsche. Der Sommer eignet sich besonders gut zum Arbeiten mit dieser Technik. Ich habe auf dem Balkon gewerkelt, weil es doch schon ziemlich blau wird um einen herum...













Samstag, 25. Juni 2016

Blick zurück

Bruchstücke (m)einer Woche.

Gesehen Zwillingsregenbögen
Gehört Wanda – Bussi Baby (in Vorfreude auf Das Fest)
Gelesen ein traurigschönes Gedicht*, gefunden in einer Mail meines Vaters
Getan mit Pinsel geschrieben (für den kommenden Kalender)
Gegessen Nüsse
Getrunken Erdbeershake
Gefreut dass die Sachen in den Kleinanzeigen so gut weggehen
Geärgert über die Brülleltern und -trainer am Fußballfeldrand
Gelacht dass K mit mir unbekannten Fußballfachbegriffen um sich wirft: Das ist ein Achter!“ Du meinst die Rückennummer Acht?“ Nein, ein  Achter!!!“
Gewünscht dass die Ferien bald kommen
Gekauft einen Helm für K

Ein friedliches Wochenende für alle!

...

*WAS SOLL ICH MIR WUENSCHEN, LIEBER GOTT?
ICH HABE ALLES
WAS ICH BRAUCHE
NUR EINES WÜNSCHE ICH MIR
DOCH NICHT FÜR MICH ALLEIN
FÜR VIELE MÜTTER, KINDER, VÄTER
NICHT NUR IN DIESEM LAND
AUCH IN FREMDEN UND FEINDLICHEN LÄNDERN
ICH WILL MIR FRIEDEN WÜNSCHEN
JA, UM FRIEDEN BITTE ICH
UND EINEM KLEINEN MÄDCHEN 
SCHLÄGST DU SICHER 
KEINE BITTE AB.
DU HAST DAS LAND DES FRIEDENS ERSCHAFFEN 
IN DEM DIE STADT DES FRIEDENS STEHT
IN DER DAS HAUS DES FRIEDENS WAR
ABER NIEMALS, NIEMALS FRIEDEN…

WAS SOLL ICH MIR WÜNSCHEN, LIEBER GOTT
DA ICH DOCH ALLES HABE?
ICH WÜNSCHE MIR FRIEDEN
NUR FRIEDEN.

von Shlomith (13 Jahre)
aus „Sag mir, was ist Frieden“ – Kindergedichte aus Israel

Freitag, 24. Juni 2016

Jolly good – Der Philuko-Geburtstagskalender ist zurück!

Es kamen schon Fragen auf – ob denn der Geburtstagskalender mal wieder zu haben sei? Jetzt ist es soweit! Frisch aus der Druckerei – der gute Kumpel, der hilft, nie wieder einen Geburtstag zu vergessen.

Ich habe mir selbst gleich einen gesichert und muss jetzt endlich einmal anfangen, alle Geburtstage analog zusammenzufügen. Schwarz auf weiß. iCal schön und gut, aber so ist es mir lieberund netter anzusehen!

Zum Philuko Geburtstagskalender, DIN A4







Donnerstag, 23. Juni 2016

Zu Gast bei... Sabine in Hessen

Das Zuhause von Sabine ist ein einziger Traum. Seit vier Jahren wohnt sie mit ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern – eine größere Tochter und Zwillingsmädchen – auf einem umgebauten Hof in Hessen. Ihre Fotos erzählen von gutem Essen – umrahmt von einem herrlichem Wohn-Ambiente. Für mich sieht das nach großer Lebensfreude, Gastfreundschaft und viel Stilgefühl aus. Toll! Neulich war dort RTL Hessen zu Gast und heute dürfen wir vorbeischauen. Danke dafür, liebe Sabine. Bühne frei für Sabine und ihr Refugium!

Alle Fotos © Sabine / Held am Herd










Dein Lieblingsort?
Das variiert nach Jahreszeit. In den kalten Monaten ist es der alte, abgegriffene Lederssel am Kamin. In diesem kleinen Zwischenzimmer halten wir uns am meisten auf, wenn es draußen richtig ungemütlich ist. Am Wochenende wird der Ofen schon morgens befeuert und alle lümmeln so drumherum. Durch zwei große Fenster kann man in den Innenhof schauen, was Warmes trinken und es lässt sich herrlich abhängen.

Im Sommer wohnen wir mehr draußen als drinnen. Wir haben einen geschützten kleinen Innenhof mit mehreren Ecken zum sitzen, essen und chillen. Das am allerliebsten zusammen mit lieben Gästen. Wir haben gerne Besuch und lieben es, zusammen zu essen, zu trinken und ein paar schöne Stunden zusammen zu verbringen.



Deine Lieblingsfarbe?
Wenn es um Einrichtung geht, dann mag ich gerne ganz natürliche, neutrale Farben. Also Weiß, Grau, Holz- und Erdfarben. Bei anderen Dingen darf es gerne auch was bunter sein. Orange zum Beispiel. Oder ein frisches Lindgrün liebe ich sehr.

Dein Lieblingsmaterial?
Die natürlichen, ehrlichen sind mir am allerliebsten. In unserem Haus haben wir viel aus Holz, Beton und Stahl. Das sind Materialien, die leben, die mit der Zeit ihre Gebrauchsspuren haben und Geschichten erzählen. Die Holzdielen, die wir beim Umbau verlegt haben, haben schon ordentlich gelitten durch Kinder, Hund und viel Besuch. Die ersten Schrammen im neuen Boden haben wir noch beweint aber mit der Zeit sind sie schön regelmäßig verteilt und gehören einfach dazu. 


Dein Lieblingskünstler /Designer?


Einen richtigen Liebling habe ich nicht. Ich mag klares und schlichtes Design. Charles und Ray Eames, Arne Jacobsen. Skandinavisches Design. Picasso mag ich auch sehr. Und Modigliani finde ich toll. 



Dein Lieblingsmöbelstück?
Unsere Schiebetür an der Kaminecke. Die ist ein altes Stalltor, das wir nach dem Umbau des Stalls zu unserem Schlafzimmer umfunktioniert haben. Es war mit dicken Lackschichten versehen und wirklich hässlich. Nachdem die Lackschichten entfernt wurden ist es wunderschön. Ich bewundere die Handwerkskunst und ich mag, dass dieses Tor nun schon seit über 100 Jahren zum Haus gehört und durch die neue Funktion ein echtes Highlight ist.
Die nächste geplante Wohnanschaffung?

Ach, das ist eine Never-Ending-Story. Wir wohnen nun schon seit 4 Jahren hier und renovieren und bauen ständig. Je nachdem, wie die Nerven und die finanziellen Mittel es gerade zulassen. Am Anfang haben wir die wirklich elementaren Dinge wie Heizung, Fenster, Boden, Dach usw. gemacht und in der ganzen Zeit auf winziger Fläche zu fünft mittendrin gewohnt. Das ganz Schlimme ist vorbei und das Erdgeschoss jetzt auch genau nach unseren Wünschen. Aber wir haben noch eine Menge Ideen und durch eine große Scheune im Hof auch noch eine Menge Potenzial. Ein neues Scheunentor ist gerade unser aktuelles Projekt. Die Planung ist abgeschlossen, die Vorbereitungen auch und nun warten wir sehr gespannt auf Lieferung und Montage. Und hoffen, dass es so schön wird, wie wir uns das vorstellen.

Deine Lieblingsshops?
  
Ich bin gar nicht so eine große Shopperin. Die Dinge, die wir kaufen, laufen uns meist über den Weg. Nach einer passenden Deckenlampe über dem Esstisch haben wir über ein Jahr gesucht. Immer wieder hatten wir neue Ideen und über die ganze Zeit hing eine einfache Glühbirne darüber. Bis eine uns spontan beide begeisterte und die haben wir dann gekauft. Wir gehen auch gerne über Trödelmärkte und kaufen bei eBay. Alles wächst recht langsam zusammen und kommt aus vielen verschiedenen Ecken.

Lieben Dank an Sabine für die Fotos und das Interview!
 

Dienstag, 21. Juni 2016

KIND OF ART

»Als ich so alt war, konnte ich malen wie Raphael.
Aber ich brauchte mein Leben lang, um so malen wie die Kinder.«
(Pablo Picasso, nachdem er eine Ausstellung mit Kinderzeichnungen besucht hatte)

Weil Kinder Künstler sind, zeige ich immer dienstags ein Werk aus dem Hause Philuko, wo die Mappen ziemlich prall gefüllt sind. Heutiges Werk meiner Wahl: „Chloen“ von Phi, Filzstift auf Karopapier, 2016.